Flumenthal - Kestenholz 2:0 (0:0)

Allemann mit Traumtor. Nicht unbedingt die bessere, aber sicher die effizientere und glücklichere Mannschaft gewann.

Mit Traumtor und Wettkampfglück zu drei wichtigen Punkten

Bericht: Christof Schönenberger. Es läuft die 57. Minute. Schönenberger auf Grossenbacher, zu steil. Der kestenholzer Torwart befreit. Der Ball fliegt Allemann in die Füsse. Ohne zu zögern drückt dieser auf Höhe der Mittellinie stehend ab. Die Kugel nimmt in hohem Bogen, Sekundenbruchteil für Sekundenbruchteil, mehr und mehr Kurs auf das leerstehende Gästetor. Der zurückeilende Torwart ist chancenlos. Der Ball senkt sich in den Winkel, als wäre die Flugbahn astrophysikalisch berechnet. Ein Tor das nach Superlativen lechzt. Ein Sunday League Tor, das in der ARD Sportschau in der Rubrik „Tor des Monats“ reelle Siegeschancen hätte. 
Wie einst Manchester Uniteds berühmte Nummer Sieben vor über 20 Jahren gegen den FC Wimbeldon die Premier League Saison eröffnete und seine grosse Karriere initiierte,  so traf auch die Nummer Sieben des FC Flumenthal über die Distanz des halben Feldes.

Nun gut, Allemann ist nicht Beckham und Flumenthal nicht Manchester United, dennoch verdient das 1:0 gegen den FC Kestenholz besondere Erwähnung, da damit der Grundstein für den zweiten Flumenthaler Sieg in Folge gelegt worden war. Zu Beginn des Spiels hätten sich die Flumenthaler allerdings nicht über einen Rückstand beklagen dürfen, denn die sehr physisch und mit langen Bällen agierenden Gäste vergaben einige hochwertige Möglichkeiten. In einem von Kampf und Krampf geprägten Spiel hielten die Platzherren allerdings entgegen und so stand es zur Pause 0:0. Auch nach dem Seitenwechsel deutete nicht viel daraufhin, dass dem Heimteam bald ein Tor gelingen würde, ehe Allemann mit schon beschriebenem Sonntagsschuss denn Bann brach.
In der 70. Minute belohnte sich Nezirovic für Konsequentes Nachsetzten nach einem Eckball und erhöhte auf 2:0. Dieses Tor fiel zu einem idealen Zeitpunkt und reduzierte die Chancen des FC Kestenholz auf einen Punktgewinn beachtlich. Die Flumenthaler verteidigten die Führung über die Zeit und konnten somit ein enges Spiel zu ihren Gunsten entschieden. Das berühmte Wettkampfglück, das in den ersten beiden Spielen der Rückrunde noch abstinent war, beschert dem SCF drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

SC Flumenthal:  Gaugler, Huber, Avduli, Marti, Müller, Schlub, Schmid (C), Schönenberger, Allemann, Grossenbacher, Walter

Ersatzspieler: Flury, Rüede, Maritz, Nezirovic, Huber, Nordmann